Kurzbericht

Das zweite Symposium zu buddhistischen Texten in Han-, Tibet-, Sanskrit- und Pali-Sprache unter dem Gesichtspunkt der „Chinesisierung der Religion“

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In der Zeit vom 3. bis 5. Juli 2026 wurde im Tempel Lingyin das zweite Symposium zu buddhistischen Texten in den Sprachen Han, Tibet, Sanskrit und Pali abgehalten. Im Rahmen dieses Symposiums wurde der Aspekt der "Chinesisierung der Religion" erörtert. Die Veranstaltung wurde in gemeinsamer Organisation vom Institut für Tibetische Medizin des Chinesischen Forschungszentrums für Tibetologie und dem Buddhistischen Verband der Provinz Zhejiang durchgeführt. Die Ausrichtung erfolgte durch die Buddhistische Akademie Hangzhou und den Tempel Lingyin. An der Konferenz nahmen fast 50 Experten, Wissenschaftler und Vertreter der buddhistischen Gemeinschaft teil, die von mehr als 20 Hochschulen und Forschungseinrichtungen – darunter die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften, die Peking-Universität, die Renmin-Universität China, die Zhejiang-Universität, die Lanzhou-Universität, die China University of Political Science and Law, die Minzu-Universität, die Akademie der Sozialwissenschaften der Provinz Xizang, die Qinghai-Universität für Nationalitäten, die Buddhistische College Hangzhou, die Putuo-Berg-Branch des Chinesischen Buddhistischen College, die Chinesische College für Pali-Studien sowie die Chinesische Universität für Metrologie – sowie von einigen buddhistischen Verbänden auf Provinz- und Stadtebene entsandt wurden. Bei dieser Konferenz wurde erstmals die Pali-Sprache in das Forschungssystem einbezogen. Dadurch wurde ein neues Format für den Austausch und die interdisziplinäre Erforschung buddhistischer Texte in den vier Hauptsprachen Chinesisch, Tibetisch, Sanskrit und Pali geschaffen. Die Schaffung einer akademischen Plattform auf höherer Ebene könnte ein vielversprechender Schritt sein, um die Forschung zu mehrsprachigen buddhistischen Texten und die theoretische Auseinandersetzung mit der "Sinisierung der Religion" voranzutreiben.

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Die Konferenz umfasste Keynote-Vorträge und zwei parallele Fachforen, in deren Rahmen insgesamt mehr als 40 wissenschaftliche Beiträge vorgestellt wurden. Die Forschungsinhalte umfassten buddhistische Schriften in den vier Hauptsprachen Chinesisch, Tibetisch, Sanskrit und Pali und erstreckten sich auf verschiedene Forschungsbereiche wie Textkritik, Geschichte des buddhistischen Denkens, Logik (Nyaya), Vinaya-Lehre und digitale Geisteswissenschaften. Die Beiträge umfassten eine Vielzahl von Themen, darunter detaillierte philologische Untersuchungen zu klassischen Texten, zur Etymologie von Fachbegriffen und zur Textkritik sowie makroskopische Studien zur Entwicklung buddhistischer Gedanken und zur Konstruktion akademischer Systeme. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass sie damit den akademischen Charakter widerspiegeln, bei dem textkritische Forschung und theoretische Interpretation miteinander verbunden sind und mikro- sowie makroskopische Forschung ineinandergreifen.

Die teilnehmenden Experten waren sich einig, dass diese Konferenz von großer wissenschaftlicher Bedeutung und von ausgeprägtem zeitgenössischem Wert ist. Die Konferenz stellte eine bemerkenswerte Premiere dar, da sie als erste nationale wissenschaftliche Konferenz in China die buddhistischen Texte in den vier Sprachen Chinesisch, Tibetisch, Sanskrit und Pali in einen einheitlichen wissenschaftlichen Rahmen einbezog und systematische Vergleichsstudien durchführte. Damit wurde eine wichtige Lücke in der Forschung zum chinesischen, tibetischen und südasiatischen Buddhismus geschlossen, die bisher isoliert voneinander betrieben wurde. Die Konferenz ermöglichte einen intensiven Austausch über Texte verschiedener Traditionen und Sprachen auf einer gemeinsamen Plattform. Von den Sanskrit-Manuskripten auf Palmblättern über den Pali-Tripiṭaka bis hin zum chinesischen Daizangjing sowie dem tibetischen "Kanjur" und "Tanjur" – die konzentrierte Präsentation und der Dialog der Texte in diesen vier Sprachen könnten das Gesamtbild der Forschung zu buddhistischen Texten in China bereichern. Zudem könnten sie einen praktikablen Weg und ein Paradigma für den Aufbau eines eigenständigen, mehrsprachigen Forschungssystems für buddhistische Texte in China bieten.

 


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