Kurzbericht

Ausstellung mit Meisterwerken der Abklatschdrucke buddhistischer Felseninschriften aus Shandong

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Die Ausstellung mit dem Titel „Buddhistische Verbindungen zwischen Nord und Süd – Abklatschdrucke buddhistischer Felseninschriften aus Shandong“ wurde am 20. August im Zhizhi-Saal des Lingyin-Tempels eröffnet. Sie wurde gemeinsam von der Buddhistischen Vereinigung der Provinz Shandong und der Buddhistischen Vereinigung der Provinz Zhejiang organisiert und vom Lingyin-Tempel in Hangzhou ausgerichtet. 

Die Felseninschriften aus der Zeit der Nördlichen Dynastien in Shandong, deren Gesamtkonzeption und Inschriften der hochrangige Mönch An Daoyi persönlich entwarf und mit roter Tinte schrieb, stellen den Höhepunkt der buddhistischen Felsinschriftenkunst im Norden dar. Sie sind klar strukturiert verteilt und umfassen die Felsinschriften des „Da-ji-Sutra“ am Tieshan in Zoucheng, des „Leng-Qia-Sutra“ am Gangshan, des „Vimalakirti-Sutra“ am Geshan, des „Prajñāpāramitā-Sutra, wie es von Manjusri verkündet wurde“ am Yishan, die Buddha-Namensinschriften am Jianshan, die Felsinschriften des „Diamant-Sutra“ am Taishan sowie die Buddha-Namen am Hongdingshan und viele weitere Stätten. Insgesamt sind sie als nationale Kulturgüter von besonderer Bedeutung eingestuft. 

Die Kalligraphie der Inschriften vereint die Pinselstriche der drei Schriftstile „Zhuan“(篆), „Li“(隶) und „Kai“(楷). Die Schriftzeichen vereinen eckige und runde Formen und strahlen eine imposante, weitläufige Kraft aus. Die Pinselstriche sind kraftvoll und großzügig. Spätere Kalligraphen verehrten sie als „Urväter der Großschrift“ und der „Bangshu“-Kalligraphie. Mit diesen Felsinschriften durchbrachen sie das damalige Paradigma der auf Bambus- und Holzstreifen geschriebenen Sutren mit kleiner Schrift und begründeten ein System der riesigen Felsinschriftenkalligraphie. Sie sind die vollständigsten und umfangreichsten materiellen Beispiele für die Übergangsphase von der Li- zur Kai-Schrift in der späten Nördlichen-Dynastien-Zeit. Zudem liefern sie einzigartige archäologische Belege für die Erforschung der Entwicklung der chinesischen Schriftzeichen sowie der Veränderungen im Kalligraphiestil dieser Zeit. 

Die Sammlung der in die Felswände gemeißelten Sutras aus der Nördlichen Dynastie in Shandong vereint Kalligrafie, Buddhismus, Geschichtswissenschaft, Landschafts- und Kulturwissenschaften sowie die Kultur der Inschriften in einem Werk. Sie ist nicht nur ein materielles Denkmal für die Blüte des Buddhismus in der Nördlichen Qi-Dynastie, sondern auch ein nationaler Schatz für die Geschichte der antiken chinesischen Steinmeißelkunst und der Schriftentwicklung.


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