
Am 27. August 2026, dem Ullambana-Fest am 15. Tag des siebten Monats nach dem Mondkalender, rezitierte der Lingyin-Tempel gemäß den buddhistischen Riten das „Sutra des Buddha über das Ullambana-Fest“ (Fóshuō Yúlánpén Jīng). Im Anschluss fand eine Ullambana-Opferzeremonie statt, bei der durch die Verdienste der Opfergaben an den Buddha und die Mönche die Seelen der Verstorbenen befreit, den Lebenden Segen geschenkt, die elterliche Gnade umfassend vergolten, die Wünsche der Kinder erfüllt, das Wohlergehen der Anwesenden gefestigt, die Sünden der Verstorbenen schnell getilgt und die Verdienste dem Weltfrieden und dem Glück der Menschen gewidmet wurden. Das Ullambana-Fest markiert für die Mönche das Ende des Rückzugs zur Regensaison (Skt. varṣoṣita) und ist zugleich das Datum des chinesisch-buddhistischen Geisterfestes für verstorbene Verwandte.
Im „Sutra des Buddha über das Ullambana-Fest“ heißt es: „Wer Barmherzigkeit und kindliche Pietät praktiziert, sollte am 15. Tag des siebten Monats – dem Tag der Freude des Buddhas und dem Tag der Selbstbefreiung der Mönche – für seine gegenwärtigen Eltern und die Eltern der vergangenen sieben Leben hundert verschiedene Speisen in die Ullambana-Schale legen und sie den Mönchen aus allen Richtungen darbringen, die sich an diesem Tag der Selbstbefreiung versammeln. Möge dies bewirken, dass die gegenwärtigen Eltern ein hundertjähriges Leben ohne Krankheit und frei von jeglichem Leid führen und dass die Eltern der vergangenen sieben Leben von den Qualen der bösen Geister befreit werden, im Reich der Menschen und der Götter wiedergeboren werden und unendliches Glück und Freude erfahren.“ Vom 25. bis zum 27. August 2026 fand die Ullambana-Zeremonie des Jahres im Lingyin-Tempel erfolgreich statt.
Wie es in der deutschen Übersetzung des schönen Gedichts heißt:
Im strahlenden Licht der Gnade der Drei Juwelen und gestützt auf die Würde und Tugend der Bhikkhus!
Lasst uns durch diese großartige Ullambana-Opfergabe starke Wurzeln pflanzen, um die Mühen und die Gnade unserer Eltern zu vergelten!
Den Lebenden wünsche ich von Herzen unendliches Glück und ein langes Leben, den Verstorbenen möge Befreiung vom Leiden und der Aufstieg gewährt sein.
Alle fühlenden Wesen der vier Geburtsarten und neun Daseinsbereiche, alle leidenden Wesen in den acht schweren Daseinszuständen und den drei schlechten Pfaden – alle sind sie eingeladen, sich von der Erleuchtung führen zu lassen!
Mögen sie alle ihre Fehler bereuen und ihre Makel tilgen, damit sie durch Barmherzigkeit und Erlösung aus dem Elend befreit werden.
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