Kurzbericht

Meinung | Angesichts der Epidemie untersuchen wir den Aufbau der „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit"

Im traditionellen chinesischen Denken leben die Menschen zwischen Himmel und Erde. Menschen, Tiere und Pflanzen bilden eine natürliche Einheit.

Das Leben und der Lebensraum, der allen Lebewesen gemeinsam sind, werden in Ausdrücken und Redensarten wie „Einheit von Himmel und Mensch", „Frieden für alle Menschen auf der Welt" und „warm und kalt erleben wir zusammen" gewürdigt. Die Menschheit ist und bleibt ein Ganzes und gemeinsam streben wir danach, in Harmonie mit der Natur zu leben.

Im Frühjahr 2020 hat die Epidemie der durch das neue Coronavirus verursachten Lungenentzündung die Welt erobert. Dabei hat sich das Bild Chinas in der von dem eines gefährlichen Zentrums für Epidemien zu dem eines Experten für die globale Bekämpfung der Krankheit gewandelt. Damit setzt China das spirituell-soziale Leitbild einer „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit" um.

Die Welt befindet sich heute in einer Situation der Multipolarität: des politischen Pluralismus, der wirtschaftlichen Globalisierung und der kulturellen Vielfalt. Mit der steigenden gegenseitigen Abhängigkeit zwischen den Ländern steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Konflikte zwischen verschiedenen Kulturen und Zivilisationen entstehen. Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Ansichten ziehen Veränderungen im Weltgefüge nach sich.

Der Grad der Vernetzung und gegenseitigen Abhängigkeit zwischen den Ländern der Welt vertieft sich, während das Gleichgewicht internationaler Mächte allmählich zunimmt.   

Zunehmend wird die Umwelt als instabil und unsicher wahrgenommen. Die Impulse für das Weltwirtschaftswachstum haben sich allmählich abgeschwächt, die Kluft zwischen Arm und Reich in verschiedenen Ländern hat sich vergrößert, und in vielen Regionen sind erhebliche Probleme aufgetreten.

Probleme wie Terrorismus, Cybersicherheit, schwere Infektionskrankheiten, Klimawandel usw., verunsichern die Menschheit.

Trotz der großen Umwälzungen gibt es Hoffnung. Doch ist es wichtig im Auge zu behalten, dass kein Land sich allein allen Herausforderungen stellen kann.

Nur wenn wir zusammenarbeiten, um eine wahre  „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit" zu verwirklichen, können wir eine Welt des dauerhaften Friedens, der universellen Sicherheit, des gemeinsamen Wohlstands, der Toleranz sowie eines guten ökologischen Umfelds schaffen.

Nur die „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit" kann dauerhaften Frieden garantieren.

Frieden ist seit jeher der Traum der Menschheit und eins der drängendsten Themen unserer Zeit. 

Wenn wir dauerhaften Frieden erreichen wollen, müssen wir erkennen, dass das Schicksal der Menschen eng miteinander verbunden ist. 

Frieden bedeutet nicht nur keinen Krieg, sondern auch gemeinsame Verantwortung. Bei der Bekämpfung der Epidemie sollten alle Länder und ethnischen Gruppen gemeinsam Verantwortung übernehmen und alle Anstrengungen unternehmen, um weltweit Sicherheit und Wohlstand für alle Menschen zu erreichen.

Bei der Bekämpfung der Epidemie arbeiten mehrere internationale Organisationen, Regierungen verschiedener Länder und verschiedene Unternehmen zusammen und unterstützen sich gegenseitig, ganz im Geist der „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit".

Offenheit und Toleranz sind Merkmale der „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit".

Menschen auf aller Welt unterstützen einander und leisten den Patienten und den Gebieten, die von der Epidemie am stärksten betroffen sind, materielle und seelische Hilfe. Alle Menschen sind eng miteinander verbunden, das bedeutet Nächstenliebe, gegenseitige Hilfe, aber auch Anerkennung und Respekt. Zivilisationen, die unterschiedliche historische, philosophische und religiöse Voraussetzungen haben und sie in unterschiedlichen Modellen der Entwicklung realisieren, sollten voneinander lernen, um gemeinsam dem Fortschritt zu dienen, der für alle lebensnotwendig ist. 

In der heutigen Zeit der Globalisierung sind die Länder mehr miteinander verbunden und voneinander abhängig als je zuvor. Die Menschen leben im selben globalen Dorf, in derselben Zeit, in demselben Raum, und werden allmählich zu einem unteilbaren Ganzen. Das Konzept der „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit" sollte uns dazu bewegen, gemeinsam gegen die Epidemie zu kämpfen und die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu überwinden.

Alles wird durch "paratantra" erzeugt, und dann erzeugt "alles" ein neues "paratantra";

Alles wird durch "paratantra" ausgelöscht, dann erzeugt "Auslöschen" ein neues "paratantra".

Alle Dinge sind nicht voneinander isoliert, sondern miteinander verbunden. So wird schon traditionell argumentiert: „Wegen A gibt es B; weil es A nicht gibt, also gibt es B auch nicht." 

Die Natur ist untrennbar mit der menschlichen Gesellschaft verbunden. Mensch und Natur beeinflussen und beschränken sich gegenseitig. 

Diese elementare Erkenntnis ist die Quelle wichtiger Gedanken des Buddhismus wie etwa das Konzept, dass die Welt das widerspiegelt, was unser Geist vorgibt, oder dass das Außen und das Innen einander entsprechen, oder, mit anderen Worten, dass unser Körper und die Welt eins sind. 

Aus der Perspektive des Buddhismus ist es das, was wir unter dem Begriff „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit" verstehen. Es entspricht dem traditionellen philosophischen Konzept des „Mitgefühls“.  

Denn nach buddhistischer Lehre kann nichts isoliert existieren und jeder ist mit anderen Lebewesen verbunden. 

Ein buddhistisches Sutra sagt, dass alle Arten von Lebewesen im Universum ein Ganzes bilden. Deshalb beschloss der Bodhisattva, für alle Lebewesen gleichermaßen das Leid zu überwinden und Glück zu schaffen. 

Angesichts der Epidemie, die sich auf der ganzen Welt ausbreitet, ermutigt das „Mitgefühl" des Buddhismus die Menschen, Liebe zu zeigen, Rücksicht zu nehmen und allen Lebewesen mit Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, und Mitgefühl zu begegnen. Im Geist des Mitgefühls sollten wir über materielle Unterstützung hinaus allen Menschen der Gesellschaft helfen, die durch die Epidemie verursachten seelischen Probleme loszuwerden, ihr spirituelles Gleichgewicht wiederzufinden und eine freundliche, rationale und ruhige Lebenseinstellung zu pflegen.

„Wenn dein Herz sauber ist, ist die Außenwelt sauber", 

sagt das Vimalakirti Sutra. Mit dem "Mitgefühl" des Buddhismus können wir nicht nur besser mit unseren eigenen Sorgen umgehen, sondern auch das ökologische Umfeld verbessern, die zwischenmenschlichen Beziehung verbessern und sogar zum internationalen Frieden beitragen.

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