Kurzbericht

Ankündigung: Zeremonie für Wasser und Land

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Vom 18. bis zum 24. Oktober 2021 (13. bis 19. des 9. Monats nach dem Mondkalender) eine Opferzeremonie stattfinden, die die Befreiung aller leidenden Lebewesen in Wasser und Land, im Diesseits und im Jenseits, zum Ziel hat. Mögen die Lebewesen von Katastrophen verschont bleiben und mit einem langen glücklichen Leben gesegnet werden. Die Zeremonie ist verbunden mit dem Wunsch, dass Vorfahren, Eltern, Lehrer, Angehörige und Verwandte dem Leiden entkommen und im Reinen Land wiedergeboren werden. Dabei wird für den Weltfrieden, für nationale Stabilität und Wohlstand, für günstige Winde und pünktliche Regenfälle und für das Wohlergehen der Menschen gebetet.

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Der Befreiungs-Ritus, auch bekannt als Wasser- und Land-Opferzeremonie oder Bei- Ji Fest (Fest für Barmherzigkeit und Hilfe) ist eins der feierlichsten Rituale unter den Praktiken des chinesischen Buddhismus. Die Zeremonie wurde aus einer Kombination von Schriften des Kaiser Liáng Wǔ Dì und tantrischen Opferbräuchen der Tang Dynastie entwickelt. Der Name "Wasser und Land" taucht zum ersten Mal im Song Zun Shi unter der Song-Dynastie (964-1032) auf, wo es heißt: "Im fließenden Wasser sollen die Unsterblichen und im Reinen Land die Geister gespeist werden". Der Kaiser Liáng Wǔ Dì war von 502 bis 549 Kaiser der Liang-Dynastie in China, er ist als bedeutender Förderer des Buddhismus in China bekannt.

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Am Anfang stand ein Traum des Kaisers Liáng Wǔ Dì, im Anschluss daran legte Abt Baozhi (der von Kaiser Wu am meisten geehrte Abt) unter Berücksichtigung der tibetischen buddhistischen Klassiker die schriftlichen Regeln des Rituals nieder. Im vierten Jahr von Tianjian (im Jahr 505) wurde eine Stätte für das Wasser- und Land Ritual im Jinshan-Tempel errichtet. Im Jahr Xianheng der Tang Dynastie (670 bis 673) empfing der Überlieferung nach der Abt Shenying aus dem Fahai-Tempel Kaiser Wus Texte zum Wasser- und Land Ritual an der Stätte von Yiji im Dajue-Tempel, und führte hier die Opferzeremonie ein. Während der Song-, Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien wurde regelmäßig das Wasser- und Land Ritual durchgeführt. Am Ende der Ming-Dynastie überarbeitete der berühmte Mönch Zhuhong die sechsbändigen Schriften des Historikers und Mönchs Zhipan, in denen dieser die "Verfahren und Regeln zur Opferzeremonie des Wasser- und Land Rituals" beschrieb. In der Qing-Dynastie überarbeitete Yi Run dieses Werk. Später kommentierte Zhi Guan die von Zhuhong überarbeitete Version ausführlich, woraus die neun Bände der „Allgemeinen Theorie zum Wasser- und Landritual im Garten des Hahns“ und die zehn Bände von „Bekenntnis vor dem Dharmachakra zur Opferzeremonie des Wasser- und Land Rituals “ hervorgingen. Sie sind es, die dem heute noch praktizierten Ritual vor allem zugrundeliegen.

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Bei den Einzelheiten der Zeremonie, wie etwa der Sutra-Rezitation oder dem Aufstellen der Statuen, folgt man im Wesentlichen diesen Anweisungen.  Demgemäß wird die Zeremonie sowohl am Innenaltar als auch am Außenaltar stattfinden, der zentrale Teil des Rituals aber findet unter Niederlegung duftender Blumen zur Ehrung der Buddhas am inneren Altar statt.


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