
Am 2. April 2026 fanden im Lingyin-Tempel die Feierlichkeiten zu dessen 1700-jährigem Bestehen statt. Ehrwürdige aus verschiedenen Klöstern, Vertreter der Laien-Dharma-Beschützer sowie zahlreiche Gäste versammelten sich im tausendjährigen Lingyin-Tempel, um gemeinsam an diesem großen Ereignis teilzunehmen und sich an der Freude am Dharma zu erfreuen

Um 8:30 Uhr fand in der Fayun-Halle die große Ahnenverehrungszeremonie statt. Die Ehrwürdigen aus verschiedenen Klöstern und die Vertreter der Laienbuddhistischen Gläubigen zündeten nacheinander Räucherstäbchen an. Die versammelten Gläubigen darbrachten die zehn Opfergaben: Räucherwerk, Blumen, Lampen, Weihrauch, Früchte, Tee, Speisen, Kostbarkeiten, Perlen und Gewänder. Die Zeremonie fand in feierlicher und andächtiger Atmosphäre statt, umhüllt von buddhistischen Gesängen und einer Wolke aus Weihrauch. Die Versammelten rezitierten aufrichtig Sūtras, und der Abt des Lingyin-Tempels, der Ehrwürdige Guangquan, verlas die Opferrede. Darin brachte er seine Dankbarkeit für die Verdienste der Vorfahren aller Generationen zum Ausdruck: Sie hatten den Dharma verbreitet, den Lebenden geholfen, den Tempel errichtet und Mönche beherbergt. Zudem würdigte er das Vertrauen der Nachkommen, die sich dazu entschlossen hatten, die Lehre des Tathagata fortzuführen und das Erbe der Vorfahren zu bewahren.
Nach Abschluss der Zeremonie begaben sich die beiden Gruppen der ansässigen Mönche in getrennten Reihen zum Li-Gong-Stupa (理公塔), zur Halle der Patriarchen (祖师殿) und zum Stupa-Hain (塔林), um dort Opfergaben darzubringen und die Patriarchen zu huldigen. Seit dem 28. Patriarchen wird die Lehre durch Weihrauch und Gebete verehrt und weitergegeben. Seit 1700 Jahren haben wir uns an der „Milch der Lehre“ sattgetrunken. In den Hallen und im Pagodenhof brachten die ansässigen Mönche ehrfürchtig Opfergaben dar, sangen fromme buddhistische Gesänge und gedachten der tiefgehenden Gnade der Dharma-Nahrung, die ihnen von den Äbten der vergangenen Generationen des Lingyin-Tempels und den weisen Lehrern zuteilwurde, die den Dharma in aller Welt verbreiteten. Sie widmeten ihre Verdienste dem ewigen Bestand des Staatsfundaments, dem Glück und Wohlergehen des Volkes, dem Fortbestehen des rechten Dharma und dem zunehmenden Glanz des Buddha.

An der Feier nahmen auf Einladung führende Vertreter der Kommission für ethnische und religiöse Angelegenheiten der Provinz Zhejiang, des Ausschusses für ethnische und religiöse Angelegenheiten des Politischen Konsultativkongresses der Provinz sowie des Amtes für ethnische und religiöse Angelegenheiten der Stadt Hangzhou teil, ebenso einige hochrangige buddhistische Gelehrte aus dem ganzen Land.
Im Rahmen der Gedenkfeier wurde die neu herausgegebene „Chronik des Lingyin-Tempels” erstmals vorgestellt. Das über viele Jahre hinweg erstellte Werk bietet einen systematischen Überblick über die 1700-jährige Geschichte des Lingyin-Tempels und die Taten seiner hochrangigen Mönche. Es stellt einen wichtigen Meilenstein in der kulturellen Entwicklung des Tempels dar.
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