Kurzbericht

Das erste „Zen-Sieben“ vom Tempel-Lingyin fängt heute an

Der Tempel-Lingyin wurde im Xianhe-Ersten-Jahr in der Dongjin-Dynastie (im Jahr 326 n.Chr.G.) erbaut. Mit seiner zirka eintausendsiebenhundertjährigen Tradition ist Tempel Lingyin einer der Zehn Großen Alten Tempel des chinesischen Zen-Buddhismus (Zen aus Sanskrit: Dhyāna „Versenkung“). Das „Zen-Sieben“ ist eine besondere Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht die Botschaft, dass der Landwirtschaft eine ebenso große Bedeutung zukommt wie der Meditation. Außerdem geht es um die Fortführung der Tradition des „克期取證Ke-qi-qu-zheng“ (eine Frist zu bestimmen, dann einen rituellen Ort einzurichten, um in diesem Zeitraum die Erleuchtung zu erlangen, Sanskrit: avaboddha). Das „Zen-Sieben“ dauert sieben Tage, nämlich vom 9. bis 15. Januar 2015 (nach dem chinesischen Mondkalender vom 19. bis 25. November). In dieser Zeit werden traditionelle buddhistische Riten durchgeführt, z. B. werden zuerst Räucherstäbchen angezündet, während ihrer Brenndauer meditieren Mönche, dann gehen sie in meditativer Haltung (Sanskrit: dhyānin) im Meditationsraum umher. Nach dem Abend-Kurs gehen alle Buddhisten in das Zhang-Zimmer (das Zimmer des Abtes), um „die Leben-Sterben-Beurlaubung“ zu erbitten. Danach sollen sich alle sieben Tage lang nur im Meditationsraum aufhalten und sich auf das Zen konzentieren. Der Fangzhang (Abt), der hochgebildete Mönch Guangquan, hebt hervor, dass dieses „Zen-Sieben“ zum ersten Mal seit Jahrzehnten im Tempel-Lingyin veranstaltet wird. Auch deshalb kommt dieser Veranstaltung große Bedeutung zu. Alle Mönche werden sich in diesen sieben Tagen, ob beim Gehen oder beim Sitzen, vollkommen und ausschließlich auf ihre Versenkungspraxis konzentrieren, damit die Veranstaltung erfolgreich ist.

Der Fangzhang (Abt) vom Tempel-Lingyin, der hochgebildete Mönch Guangquan,
hält eine inspirierende Rede über Barmherzigkeit

Der Jianyuan (buddhistischer Inspektor) vom Tempel Lingyin, der Mönch Yiguang,
besprengt das Gelände mit reinem und duftenden Wasser.

Die Mönche hören dem Fangzhang ehrerbietig zu.

„Qi Xiang“
(Beginn der Zeremonie des Räucherstäbchen-Anzündens)


„Xun Xiang“
(Patrouillie des Meisters mit dem Xiāng Bǎn „Stock der Warnung“)

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