Kurzbericht

Gedenktag der Erlangung vom Buddha Die buddhistische Zeremonie des Weitergeben der Opfergaben

Der 27. Januar 2015, (nach dem chinesischen Mondkalender der 8. Dezember) ist der Gedenktag der Erlangung (Sanskrit: adhigama) des Buddha Śākyamuni im chinesischen Buddhismus. Um der Erlangung des eigenen Lehrers (Skt: svadeva) Śākyamuni zu gedenken, aber auch zum Zweck der Unterweisung, um Opfergaben von Hand zu Hand gehen zu lassen und um Segen zu beten, fand die buddhistische Zeremonie des Jahres Jia-Wu (甲午) in der Halle des Großen Helden und der Drei Juwelen im Tempel Lingyin in Hangzhou statt. Im chinesischen Mondkalender sind die Jahre durch die zehn Himmelsstämme und die zwölf Erdzweige bezeichnet. Der hochgebildete Mönch Guangquan betrat die Bühne und führte eine Dharma-Unterweisung durch. Er erklärte Ursprung und Bedeutung des Labazhou (腊八粥: La腊: 12. Mondmonat, Ba八: 8., Zhou粥: Reisbrei mit Trockenfrüchten und Nüssen), das am 8. des 12. Mondmonats gegessen wird. Die Mönche aus dem Tempel Lingyin und aus der Akademie für den Buddhismus Hangzhou sowie mehr als 800 Anhänger des Buddhismus und andere Besucher nahmmen an der feierlichen Zusammenkunft mit großer Freude teil und beteten gemeinsam um Segen.
Nach der einleitenden Rede des hochgebildeten Mönchs Guangquan fing die Zeremonie an. Unter Trommelschlägen und Musik (梵呗, Skt: Bhāṣā), während Mönche und Besucher Spalier standen, wurden die Opfergaben durch die Reihen von der Himmelkönigs-Halle bis zur Halle des Großen Helden und der Drei Juwelen weitergereicht. Die Mönche und die buddhistischen Laien, die jeweils eigene Zeremoniengewänder trugen, und die anwesenden Buddhisten begrüßten freudvoll die buddhistische Zeremonie des Weitergebens der Opfergaben. Unter Anrufungen „Nanwu (Skt: namas)! Eigener Lehrer (Skt: svadeva )! Śākyamuni! Buddha!“ hoben die Spender der Reihe ihre Opfergaben hoch und bezeigten damit dem Buddha ihre Verehrung. Blumen und Obst, verschiedene Speisen und Getränke, Weihrauchstäbchen und Kerzen, delikate Nahrungsmittel aus aller Welt und Ritualgefäße wurden von Hand zu Hand von den Nonnen, Mönchen, Laierin und Laien weitergegeben und schließlich vor der Statue von Śākyamuni dargebracht.
Um die Sicherheit und Ordnung des Tempels zu gewährleisten und um einen sicheren und glücklichen Laba(腊八)-Feiertag zu begehen, wurde wegen der hohen Besucherzahl dieses Jahr der Labazhou (Reisporridge) nicht wie in den früheren Jahren im Tempel kostenlos verteilt. Stattdessen folgten alle den Unterweisungen und der erwähnten Zeremonie des Weitergebens der Opfergaben, indem sie der Erlangung des eigenen Lehrers Śākyamuni gedachten. Diese Vorgehensweise fand im Tempel Lingyin das erste Mal Anwendung. Am 19. Februar 2015 beginnt das chinesische Yiwei(乙未)-Ziege-Jahr, die zwölf Tierzeichen stehen für die zwölf Erdzweige. Der Tempel Lingyin wird die Freude, die aus dem Dharma entspringt, auf das kommende Yiwei-Ziege-Jahr übertragen (Skt: parīṇāma). Die Mönche und alle Anhänger des Buddhismus beten für Frieden in der Welt, für das Gedeihen des Landes, für günstige Winde und pünktliche Regenfälle sowie insgesamt für das Wohl des Volkes und aller Menschen.

Warten auf die Begrüßung des Fangzhang (buddhistischer Abt)



Der Platz der friedlichen und würdevollen buddhistischen Zeremonie

Der Fangzhang und der Shouzuo (Ältester, Skt: Sthavira) führen zusammen den
Vorsitz bei der Zeremonie



Der Fangzhang(Abt) und hochgebildete Mönch Guangquan erläuterte das Sutra

Besucher sehen sich auf dem LED-Schirm die Zeremonie an

Auch von außen folgen Anhänger des Buddhismus der Unterweisung und
nehmen freudvoll die Lehre des Buddha an.

Frische Blumen und Obst wurden dem großen Buddha überreicht

800 Anhänger des Buddhismus, die sich über das Web angemeldet haben, lassen die Opfergaben von Hand zu Hand gehen

Buddhistische Laien essen Labazhou (Reisbrei), um der Erlangung des Buddha als des eigenen Lehrers zu gedenken

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