Kurzbericht

Beginn des Zen-Teepflückens im Fajing-Tempel. Der Obermönch Guangquan war bei der Zeremonie anwesend

Nach chinesischer Tradition heißt der zweite Tag des zweiten Mond-Monats “Tag des Drachenkopf-Erhebens”, und an diesem Tag beginnt in Hangzhou offiziell die Ernte des seltenen Longjing-Tees. Am 21. März 2015 fand eine bewegende Zeremonie zur Feier des „Zen-Teepflückens“ im Fajing-Tempel in Hangzhou statt. Im Anschluss an die rituelle Reinigung wurde das Pflücken und die Verarbeitung des Tees vor Ort vom  Sangha (der Gemeinschaft der Mönche) vollzogen. Anwesend waren der Leiter des städtischen Büros für ethische und religiöse Angelegenheiten Hangzhou, Herr Yang Zhigang, der Vorsitzende der buddhistischen Gesellschaft Hangzhou, Guangquan, der Vizedekan der buddhistischen Akademie Hangzhou, Meister Gangxiao, sowie weitere Ehrengäste.
In ihren orangefarbenen Roben, mit einem Sandelholz-Räuchergefäß an der Spitze, schritten die Mitglieder des Sangha in den üppig-grünen Teegarten der buddhistischen Akademie von Hangzhou. Während der Sangha durch den Teegarten schritt, besprengte der gastgebende buddhistische Meister mit Hilfe eines Weidenzweiges alles mit reinem Wasser. Durch die spirituelle Kraft, die aus der Rezitation von Bodhisattva-Namen und Mantras erwächst, soll der Zen-Tee von Fajing allen Lebewesen zur Stärkung und Führung dienen und die Lebewesen, die dafür bestimmt sind, miteinander in der Erfahrung der Einheit von Zen und Tee verbinden.
Im Laufe der Zeremonie demonstrierte Meister Huihua vom Tempel Fajing für die Besucher die Verarbeitung des Zen-Tees. 
Zen-Tee in den Tempeln von Hangzhou blickt auf eine lange Geschichte zurück und genießt hohes Ansehen sowohl in China als auch im Ausland. Der Sangha ist für die Pflanzung und Verarbeitung des Tees verantwortlich. Mit dem Tee werden Gäste empfangen, aber auch Verbindungen zu allen Lebewesen geknüpft, vor allem aber wird der Tee für Opfer zur Verehrung des Buddha verwendet. Tee hilft der Tradition nach buddhistischen Mönchen bei ihrer spirituellen Praxis, indem er den Geist erfrischt und die Meditation erleichtert. Darüber hinaus spiegelt die Tradition des Teeanbaus die Tradition der Tempel wider, in der gleiches Gewicht auf buddhistischen Studien und auf Selbstversorgung durch nachhaltige landwirtschaftliche Produktion gelegt wird.

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